3.3.06

Surfst du noch oder bloggst du schon?


Zehn Jahre Online-Journalismus

Von Susanne Heinrich

Das Jahr 1994 gilt als die Geburtsstunde des Online-Journalismus. Als erstes Nachrichtenmagazin wagte sich Spiegel Online ins Netz, weitere Verlage und Sender folgten.

Das Web - anfangs von Journalisten als „Medium der Gegenöffentlichkeit“ genutzt – ist längst zum Massenmedium geworden. Nur im Internet zu surfen, genügt vielen Usern nicht mehr. Sie werden selbst aktiv. Der neueste Hype sind Weblogs, die Einträge mit subjektiver Note ermöglichen. Ein Volk von Journalisten? Wohl eher nicht.

Doch wie steht es um den Online-Journalismus? Um die Klickraten in die Höhe zu treiben, werden die Grenzen des guten Geschmacks schon einmal überschritten. Die Rede ist von zunehmender Boulevardisierung. Was in Printform Auflage macht, verkauft sich eben auch im Internet.

Mit der Informationsflut hat vor allem der User zu kämpfen. Dieser hat die Qual der Wahl: Schnell noch das Aktuellste auf
sueddeutsche.de überfliegen oder lieber gleich zum bundesdance?

Mehr zum Thema im Dossier
"10 Jahre Online-Journalismus"

2.3.06

Einmal gebloggt - nie mehr gestoppt

Strickbloggerinnen und Politikblogger?
Von Clara Husmann

Der Weblog: Für die einen stellt er den Untergang des Journalismus dar, für die anderen das Medium der Zukunft. Ob geliebt oder gehasst: Seit seiner Entstehung 1997 steigen die Nutzerzahlen und mit ihnen die Vielfalt der Themen. Doch wer sind diese Nutzer?
Bis 2003 war das Bloggen eher eine Männerdomäne, heute sind Frauen gleichstark vertreten. Männer schreiben poetische Tagebücher und Frauen informieren sich in der Blogosphäre über Politik – oder umgekehrt – Die Blogger sind eher jünger, passen sich aber keinen Klischees an.

Bereits 2004 erarbeiteten Studierende des Darmstädter Studiengangs Online-Journalismus ein Dossier zum Thema Weblogs. Es diskutiert zentrale Fragen rund um Weblogs und Journalismus und gibt auch praktische Tipps. Zum Dossier